D-Link Aquila Pro AI M30 – aktuell lieferbarer Preiseinstieg mit WLAN6

Aktuell (20.9.2026) ist der D-Link Aquila Pro AI M30 mit einem Preis von ca. 30€ einer der günstigsten im Handel erhältlichen Router die relativ einfach für Freifunk genutzt werden können. Ein kurzer Überblick:
- MediaTek Filogic 820 (MT7981BA) Prozessor mit 1,3GHz Dual Core (mediatek-filogic Freifunk Gluon Target)
- 512MB Ram – für ein Preiseinstiegsgerät üppig und eine gute Reserve für viele gleichzeitige Nutzer
- 128MB Flash
- 4x LAN + 1x WAN mit Gigabit Geschwindigkeit
- 2,4GHz mit 2×2 MU-MIMO
- 5GHz mit 3×3 MU-MIMO
- WLAN6 (AX) auf beiden Bändern (schnell und effizient).
Unter Null@fastd („schnelle Verbindung zum Gateway“ – unverschlüsselt) kommt der Router immerhin per LAN verbunden auf grob 550Mibit im Upload und 280Mbit im Download bei einem kurzen Speedtest. Ein Wert den noch vor wenigen Jahren nur Geräte >100€ erreichten. Zum Vergleich: über einen Xiaomi AX3600 mit ImmortalWRT (auf Geschwindigkeit optimiert) gehen über den gleichen Anschluss ca. 645/312Mbit.
🛠️ Vorbereitung und Downloads
- Firmware herunterladen:
- Gehe auf den Firmware-Selector von Freifunk Ingolstadt.
- Suche nach D-Link AQUILA PRO AI M30.
- Lade die Datei für die Erstinstallation (
factory.bin) aus dem Stable-Zweig herunter.
- Browser wählen: Nutze zwingend einen Chromium-basierten Browser (z. B. Google Chrome oder Microsoft Edge). Firefox verursacht auf der D-Link-Notfallseite oft Verbindungsabbrüche.
- Kabelverbindung: Verbinde deinen PC per Netzwerkkabel (LAN) mit einem der LAN-Ports des M30 („die weißen).

💻 Schritt 1: Netzwerkkarte am PC auf das 200er-Netz umstellen
Da der M30 im Notfallmodus unter der IP 192.168.200.1 erreichbar ist, musst du deinen Computer manuell in dasselbe Subnetz bringen:
- Öffne an deinem PC die Netzwerkeinstellungen (Systemsteuerung -> Netzwerk- und Freigabecenter -> Adaptereinstellungen ändern).

- Mache einen Rechtsklick auf deine Ethernet-Verbindung und wähle Eigenschaften.
- Klicke doppelt auf Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4).
- Wähle „Folgende IP-Adresse verwenden“ und trage Folgendes ein:
- IP-Adresse:
192.168.200.10 - Subnetzmaske:
255.255.255.0oder je nach Betriebssystem Subnetzpräfixlänge: 24 - Standardgateway:
192.168.200.1 - Bevorzugter DNS-Server:
1.1.1.1
- IP-Adresse:
- Bestätige mit OK.
🔌 Schritt 2: Den M30 in den Recovery-Modus versetzen
- Schalte den M30 (der Einschaltknopf befindet sich direkt neben der Reset Öffnung) – (oder Netzstecker ziehen).
- Drücke den kleinen Reset-Knopf auf der Rückseite des Routers mit einer Büroklammer dauerhaft hinein.
- Stecke den Netzstecker wieder ein oder schalte das Gerät über den Einschaltknopf ein, während du den Reset-Knopf gedrückt hältst.
- Halte den Knopf für ca. 10–15 Sekunden gedrückt, bis die Power-LED des M30 anfängt, rot/orange zu blinken.
- Lass den Reset-Knopf los. Der Router befindet sich nun im Recovery-Modus.
🌐 Schritt 3: Freifunk-Firmware flashen
- Öffne deinen Chromium-Browser (Chrome/Edge).
- Tippe oben in die Adresszeile die Notfall-IP
http://192.168.200.1ein und drücke Enter. - Auf der englischsprachigen D-Link-Notfallseite klickst du auf Datei auswählen (bzw. Choose File) und wählst deine heruntergeladene Freifunk-
factory.bin-Datei für den M30 aus. - Klicke auf Upload (bzw. Send).
- Wichtig: Trenne den Router jetzt unter keinen Umständen vom Strom! Der Flash-Vorgang und der anschließende automatische Neustart dauern ca. 3–5 Minuten.
⚙️ Schritt 4: Erste Einrichtung des Freifunk-Knotens
Nach dem erfolgreichen Flash-Vorgang startet der M30 neu und lädt das Freifunk-System (Gluon). Ab jetzt funkt er standardmäßig im Netz 192.168.1.X.
- Stelle deine Netzwerkkarte am PC (aus Schritt 1) unbedingt sofort wieder zurück auf „IP-Adresse automatisch beziehen (DHCP)“.
- Ziehe das LAN-Kabel kurz ab und stecke es wieder ein, damit dein PC eine neue IP vom Router zugewiesen bekommt.
- Rufe im Browser die Adresse
http://192.168.1.1auf. Es öffnet sich die Konfigurationsseite von Freifunk Ingolstadt. - Vergebe einen Knotennamen
- Verkabelung im Betrieb: Verbinde danach den gelben WAN-Port des M30 mit einem freien LAN-Port deines privaten Internet-Routers (z. B. deiner FritzBox), damit der M30 den verschlüsselten VPN-Tunnel nach Ingolstadt aufbauen kann.
Viel Spaß!
PS: Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es mit dem D-Link M60 im Doppelpack für 80€ noch eine verlockende Alternative mit geradezu brachialer Leistung gemessen an dem was für Freifunk in der Regel verwendet wird. Ein 2,5G WAN Anschluss, 8 statt 5 Antennen für bessere Verbindungen, 2GHz Quad Core.